Heimatverein Altes Amt Eicklingen

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Regen stoppte Radtour – mit dem Auto nach Wathlingen

Die Fahrradtour am 15. Oktober fiel buchstäblich ins Wasser, nicht aber das Besuchsprogramm: Ein kräftiger Herbstregen zwang die gut 30 Teilnehmer, mit Autos zum Triftweg 1 und 3 in Wathlingen zu fahren. Dort besichtigten wir, in zwei Gruppen aufgeteilt und im Wechsel, die „Spedition Achim Rodenberg“ sowie die „Seilerei und technische Geflechte Walter Dollenberg“.

Achim Rodenberg hat sein Transport- und Logistikunternehmen vor 26 Jahren aufgebaut. Die Fahrzeugflotte ist mittlerweile auf 15 Sattelzugmaschinen und 42 Auflieger angewachsen. Klar, dass man auch eine eigene Kfz-Werkstatt hat und das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Prinzip transportiert man alles von A bis Z - laut Achim Rodenberg von Anlagenteilen über Baustoffe, Kühlwaren und Maschinen bis zu Zwiebeln. Hauptgeschäft seien aber die Kartoffeln. Seine Wagen sind nicht nur überall in Norddeutschland zu sehen, sie fahren Kartoffeln auch bis nach Bayern oder Leipzig.

Jan Dollenberg bezog 2016 seinen Neubau im Gewerbegebiet von Wathlingen, schaut aber auf eine Familientradition zurück, die im 19. Jahrhundert in Gleidingen (Laatzen) begründet und in Celle in der Mauern- und später Bergstraße fortgesetzt wurde. Jan Dollenberg versteht sich als „Hersteller von gedrehten und geflochtenen Seilen, Leinen und Schnüren aus nahezu allen Natur- und Chemiefasern.“ Eine historische Seilerei sucht man im Triftweg 1 allerdings vergeblich: Hanfseile werden nicht mehr hergestellt, etwas Baumwolle ja, aber vor allem Schnüre, Seile und technische Geflechte aus Aramid, Polyester, Kohlefaser (Carbon) oder Glasfaser für die Industrie. Aber auch der Privatkunde wird in dem modernen Betrieb fündig, Segler, Hundehalter oder Landwirte etwa.

Abschließend wurde die Reisegruppe in der Marienkirche von Dr. Helga Hemmerich erwartet, die ein Kurzportrait des um 1322 erbauten Gotteshauses zeichnete, das 1695 eine furchtbare Zäsur erlebte. Ein Feuer vernichte die alte Kirche samt Pfarr-, Witwen- und Küsterhaus. Ein Abendmahlskelch aus dem 14./15. Jahrhundert ist das älteste erhaltene Exponat der Marienkirche. Bemerkenswert sind Orgel, Epithaphien, Kirchenfenster und nicht zuletzt den nur noch schemenhaft an der Wand vorhandenen St. Christopherus. Der Besuch hat sich gelohnt.

Beim Hinausgehen streiften wir das immer noch im Umbau befindliche ehemalige Schul-und Küsterhaus. Nach der Fertigstellung bestimmt ein vorzügliches Ziel für eine Radtour – dann aber bitte ohne Regen…

(sff)

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