Heimatverein Altes Amt Eicklingen

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Zugunglück von Eschede

Unter den Opfern von Eschede waren 32 Kinder

Gut 20 Jahre nach dem größten Eisenbahn-Unglück der Bundesrepublik berichtete Gerd Bakeberg detailliert und ausführlich über die Katastrophe von Eschede.

Es waren Informationen aus erster Hand: Backeberg lebt in Eschede, und als damaliger Kreisbrandmeister leitete er auch die Rettungsarbeiten.

Zwar war den Zuhörern das ICE-Unglück durchaus noch präsent, nicht aber, dass unter den 101 Toten allein 32 Kinder waren. Und dass der Zug durch einen Radbruch, quergestellte Waggons und eine einstürzende Brücke in einem sekundenkurzen Moment von Tempo 200 auf Null gestoppt wurde, wohl auch nicht.

Ein beeindruckender wie bedrückender Vortrag des nunmehrigen Ehrenbrandmeisters des Landkreises Celle. Minutiös schilderte er die Organisation der Bergungsarbeiten, den Einsatz von Menschen und Material, und die danach geänderten technischen Details. Besonders nachteilig: Die Retter konnten 1998 die Fenster des „ICE 884 Wilhelm Conrad Röntgen“ nicht zertrümmern, um schneller zu den Fahrgästen zu gelangen. Das 36 Millimeter starke Verbundglas ging weder durch den Unfall(!) noch durch die Hammerschläge der Retter kaputt. Inzwischen sind die Scheiben der Hochgeschwindigkeitszüge mit markierten Sollbruchstellen ausgestattet.

Eschede erlebte damals auch „die größte Luftrettungsaktion der Bundesrepublik“, so Bakeberg. Die Intercity-Züge fahren heute auf neu entwickelten Rädern, die Feuerwehren haben die Katastrophe („sie ist immer noch aktuell“) auf dem Lehrplan, und an der Unfallstelle erinnern 101 japanische Kirschbäume, ein Denkmal und eine Gedenkwand an die Opfer des 3. Juni 1998.

Nachsatz: Die Bundesbahn brauchte 15 Jahre, um sich zu entschuldigen…

sff

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