Jahresfahrt

Heimatverein besuchte
Lager Friedland und Brotmuseum

Das „Tor zur Freiheit“, wie das Grenzdurchgangslager Friedland auch genannt wird, zeigte sich für die Teilnehmer der Jahresfahrt 2018 als beeindruckende Einrichtung mit einer vielseitigen Geschichte und einem interessanten Museum. In Friedland fanden und finden viele eine erste Bleibe und die Entscheidung über ihren weiteren Lebensweg: Heimatvertriebene, Kriegsheimkehrer, Spätaussiedler, Kriegsflüchtlinge. Es kamen Menschen aus der DDR, Osteuropa, Russland, später aus Chile, heute aus dem Nahen Osten. Mit den Nissenhütten der Engländer begann es 1945, heute hat man massive Häuser für bis zu 850 Menschen. Zurzeit leben 388 Flüchtlinge hier – was für eine winzige Zahl in der Gesamtschau: Seit 1945 haben vier Millionen Menschen das Lager südlich von Göttingen passiert.

Östlich von Göttingen besuchte der Heimatverein Eicklingen dann das Europäische Brotmuseum. Im und am ehemaligen Forstamt Radolfshausen wird eine Sammlung zum Thema „Vom Korn zum Brot“ präsentiert. Besonders ins Auge fallen eine aus Tirol stammende Wassermühle sowie eine 1812 bei Hildesheim gebaute Bockwindmühle, die 1971 nach Mollenfelde und 2004 nach Ebergötzen umgezogen ist. Backöfen im Freien, historischer Getreidegarten, Remise, Apothekergarten, Streuobstwiese (Fallobst gratis!), Baumlehrpfad, als Überbleibsel einer Wasserburg ein mittelalterlicher Wehrturm und nicht zuletzt eine Bäckerei und ein Café – hier könnte man Tage zubringen.

sff

 Gemeinde Eicklingen feierte
50jähriges Jubiläum

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