Brand in Gr. Eicklingen

Nur das Hirtenhaus wurde
nicht wieder aufgebaut

Es muss schrecklich gewesen sein: Flammen schlugen aus einer Ölmühle, griffen auf das Strohdach über, ein Westwind sorgte für heftigen Funkenflug, weitere Strohdächer standen kurz darauf in Flammen. Die Menschen konnten sich zwar retten, aber nicht ihr Eigentum und auch viele ihrer Tiere nicht – ein Großteil von Groß Eicklingen brannte am 5. Juni 1868 ab.

Darüber berichtete Erhard Köneke am ersten Vortragsabend des Winterhalbjahres. Im kollektiven Gedächtnis der Gemeinde ist die 150 Jahre zurückliegende Katastrophe vielfach noch präsent. Vor allem lassen sich Schrecken und Hoffnungen auf den Hausinschriften nachlesen. Neun Bauernhäuser und ein Hirtenhaus der Gemeinde waren samt Nebengebäuden Opfer der Flammen geworden. Etwa 80 Menschen – Hofbesitzer (Köthner), Altenteiler, Häuslingsfamilien und so genannte Dienstboten – standen vor dem Nichts, und das kurz vor der Ernte!

Also mussten die Häuser und Scheunen in kürzester Zeit wieder aufgebaut werden, was auch gelang. Lediglich das Gemeindehaus wurde aufgegeben, der Grund ist unbekannt.

Erhard Köneke ging im Einzelnen auf zeitgenössische Feuerschutzbestimmungen ein, Pressemeldungen, Spenden, und der Frage, wo das Bauholz herkam.

Der Vortragsabend war mit rund 100 Teilnehmern überaus gut besucht. Der Heimatverein plant für das Frühjahr 2019 eine Ausstellung in „Use Hus“.

sff

 Der Brand im Jahre 1868 
in Groß Eicklingen

Die Eichen zum Gemeinde-
jubiläum sind gepflanzt 

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