Zwischen grünem Pausenhof und Schülerfirma

An der Fassade hängt noch der bunte Schriftzug „RS Flotwedel“, doch die Realschule (RS) hat sich unter Einschluss der Hauptschule in die „OBS Flotwedel“ verwandelt, in die so genannte Oberschule also.

Sie und die benachbarte Grundschule waren am 20. Oktober das Besuchsziel des Heimatvereins. Zunächst führte Rektor Paul-Michael Zeblewski durch seinen Bereich, danach Schulleiterin Claudia Stolte durch ihren. Zwei engagierte Lehrer, die sowohl von den bereits erfolgten Umbau- und Modernisierungsarbeiten wie über Organisationsfragen und pädagogische Ziele berichteten.

Die OBS hat rund 450 Schüler (darunter über 20 aus Celle) und 40 Lehrkräfte, die Grundschule 195 Schüler (davon 64 in Bröckel) und zehn Lehrer sowie weitere Fachkräfte. Man bemüht sich um Praxisnähe und Kontakte im Dorf. Man „fördert und fordert die Schüler“, so Rektor Ziblewski, damit sie eventuell doch noch den Übergang zum Gymnasium schaffen. Es gibt inzwischen auch eine Fremdsprachenschüler-Klasse, in der die deutsche Sprache vermittelt wird. Eine Integrierte Gesamtschule (IGS) sei im Flotwedel nicht erforderlich, da die OBS an der Schulstraße 29 bereits Ideen der IGS erfolgreich übernommen habe.

Ein Gebäude weiter, in der Schulstraße 31, freut man sich über den grünen Flächenzuwachs. Claudia Stolte über ihren naturnahen Pausenhof: „Hier gibt viel weniger Streit unter den Schülern“. Und sie ist dem DRK dankbar, dass es die Nachmittagsbetreuung der Grundschüler übernommen hat. Die ABC-Schützen wissen übrigens schon, wie man ein Tablet handhabt. Und sicher nicht, wie „anno damals“ eine Schiefertafel mit Griffel ausgesehen haben. Mit dieser Erkenntnis nahmen die rund 50 älteren Besucher in der Schulmensa Platz, wo sie durch Oberschüler – offiziell: „Schülerfirma OBS Flotwedel“ – mit Kaffee und Kuchen verwöhnt wurden.

Christine Maussner präsentierte ihren Schulchor, eine sympathische quirlige Truppe.

Überraschung: Die Pädagogen übergaben dem Vorsitzenden Erhard Köneke zwei uralte Schulkarten, weil sie absolut nicht mehr ins digitale Zeitalter passen und besser beim Heimatverein aufgehoben sind. Sie stammen aus einer Zeit, als die klassische alte Volksschule an der Hoste stand und beide Eicklinger Dorfschaften nicht im Entferntesten daran dachten, durch Neubauten zusammenzuwachsen.

Fazit: Es war ein informativer, schöner Besuchstag!

[sff]

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